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EQUUS

 

Equus (lat.: Pferd) ist ein Theaterstück von Peter Schaffer, das viele Theaterbesucher heute noch gleichermaßen fasziniert wie zu den Zeiten seiner ersten Aufführung und an Aktualität sicher keineswegs verlieren wird.

Inszeniert wurde es erstmals 1974 auf dem Broadway.

1977 wurde der Stoff verfilmt. Mit dem genialen Richard Burton und Peter Firth in den Hauptrollen. Sicherlich ein sehenswerter Film! Wegen den Schauspielern und auch der Handlung! Und hier gibt es jetzt auch den Trailer dazu.

300 kb (höhere Qualität) (Länge 1'50 min.).

56 kb (niedrige Qualität) (Länge 1'50 min.).

Wer mehr über die Verfilmung wissen möchte, der klicke einfach hier. Ihr gelangt auf die Seite von MGM, mit Soundfiles, Filmmusik und vielen weiteren Infos.

Und bestellen könnt Ihr den Film hier, bei alphamusic.

Die Handlung:

Alan Strang, der in einem spannungsgeladenen Elternhaus aufwächst, hin und hergerissen zwischen einer fanatisch-religiösen Mutter und einem atheistischen Vater, findet Trost und Halt bei seinen innigst geliebten Pferden. Aber eines Tages sticht er den Tieren die Augen aus.

Martin Dysart, ein Kinderpsychiater, der als Koryphäe in seinem Fach gilt, wird mit der Behandlung des Jungen konfrontiert, der nach seiner Tat in die Klinik eingewiesen wird. Er versucht der Frage auf den Grund zu gehen, was Alan zu dieser Tat trieb. Zu Anfang ist er auf seltsame Art fasziniert von der grausamen Tat des Jungen. Im Laufe der Behandlung kann sich der Kinderpsychiater jedoch immer weniger der Welt Alans entziehen. Er stellt fest, daß der Junge, fast erdrückt durch die einengend empfundene Wirklichkeit, schon lange angefangen hat, sich seine eigene Fantasiewelt zusammenzubauen, in der Equus den höchsten Stellenwert hat. Equus, der Gott der Pferde, der Alans Welt voll und ganz bestimmt, dieser Gott, der ihn auf seinen nächtlichen Ritten begleitet und dem Alan ähnlich sein möchte, dem er gleichgestellt sein möchte. Nach dem Beginn eines harten Kampfes gegen diese realitätsferne Welt des Jungen, fängt Dysart an, seiner Faszination für Alans starke Gefühlswelt und der Vorstellungskraft des Jungen zu erliegen. Er stellt sein eigenes Leben mehr und mehr in Frage. Seine Unzufriedenheit und Unsicherheit wächst von Stunde zu Stunde mehr, je mehr Alan von "seiner Welt" und seiner grenzenlosen Leidenschaft erzählt. Dysart beginnt, Alans facettenreiche Gefühlswelt und seine überwältigende Liebe zu beneiden, stellt Vergleiche an zu seiner lieblosen und langweiligen Ehe, die ihn überhaupt nicht mehr glücklich macht. Der Psychiater beginnt sogar an seinem Beruf zu zweifeln; moralische Bedenken kommen in ihm hoch. Ist es rechtens, einem Menschen diese Leidenschaft "auszutreiben", ihm diese eigene Welt zu zerstören, nur um ihn zu einem "normalen" Mitglied in der Gesellschaft zu machen?

Der Höhepunkt des Stücks, die grausame Verstümmelung der Tiere, entsteht, wenn Alans Besessenheit zu den Tieren zu einem geistigen Kollaps führt und schlagartig in unkontrollierte Aggression umschlägt. Am Ende bleibt man zurück mit einem unbestimmten Schluß und einem verzweifelten Monolog Dysarts.

Für Klaus Hoffmann war es seine erste Theaterrolle an der Freien Volksbühne Berlin. Das war 1974/1975.

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