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Kabale und Liebe

 

Auch ein absoluter Klassiker - wiederum der tötlichen Sorte - d.h. es endet mit einem solchen.

Friedrich Schiller greift hier - wie auch schon in anderen Werken (z.B. Die Räuber) - seine Kritik am höfischen Leben auf. Das Intrigentum, das zu der Zeit zur Tagesordnung gehörte, die starren Gesellschaftsformen werden von ihm massiv angegriffen.

Die Handlung

Das Drama erzählt von der Liebe der Musikertochter Luise Miller und des Adeligen Ferdinand von Walter, die durch äußere Umstände und Intrigen zerstört wird.

Luise, die einzige Tochter des Musikus Miller, verliebt sich in Ferdinand von Walter, den Sohn des Präsidenten. Dieser kann jedoch eine ernsthafte Beziehung seines Sohnes zu einer Bürgerlichen nicht dulden und hat darüber hinaus die Absicht, ihn mit Lady Milford, der Mätresse des Fürsten zu verheiraten, um seinen eigenen Einfluß bei Hofe zu vergrössern.
Als er merkt, daß Ferdinand nicht bereit ist, seine Geliebte fallen zu lassen, spinnt der Präsident, gemeinsam mit seinem Sekretär Wurm eine Intrige um deren Verbindung zu lösen.

Luise wird, unter Strafandrohung für ihren Vater, gezwungen, einen Liebesbrief an den
Hofmarschall von Kalb zu verfassen. Der Brief wird dem jungen von Walter untergeschoben, der außer sich gerät und die Echtheit der Liebe Luises zu bezweifeln beginnt.

Er stellt sie zur Rede, doch Luise kann ihm, um ihren Vater nicht zu gefährden, nicht verraten, unter welchen Umständen der Brief entstanden ist. An der vermeintlichen Untreue von Luise verzweifelnd, sinnt er auf Rache für den Betrug und beschließt Luise und sich selbst durch Gift zu töten. Im Todeskampf verrät sie Ferdinand schließlich die Intrige seines Vaters, die ihnen beiden das Leben kostet.

Klaus Hoffmann spielte in dem Stück Ferdinand. Es wurde 1977/1978 am Thalia Theater in Hamburg aufgeführt. Inszeniert wurde es von Boy Gobert.

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