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Romeo und Julia

 

Wer kennt sie nicht, d i e Liebesgeschichte schlechthin....Shakespeares "Romeo und Julia". Kaum eine andere Tragödie ist so in die Literaturgeschichte eingegangen, wie dieser Stoff, der in den 90ern noch einmal neu aufgelegt verfilmt wurde in einer sehr poppigen Version mit Leonardo di Caprio und der auch sonst Vorlage war für unzählige Bücher, Filme und die Musik. Man denke nur an die "West Side Story".

Die Handlung:

Schauplatz der Geschichte ist zum größten Teil Verona. Die Familien Montague und Capulet pflegen seit Jahren eine Fehde, die von tiefem Haß beseelt ist. Prinz Escalus muß zu Anfang wieder einmal einen neu entfachten Streit zwischen den Familien schlichten und droht beiden Clans mit Strafe, falls es nicht gelingen sollte, friedlich miteinander zu leben.

Romeo, der Sohn Montagues, hat sich unglücklich in Rosalinde verliebt, die der Familie der Capulets angehört. Sein Freund Mercutio versucht ihn auf andere Gedanken zu bringen. Unglücklicherweise werden sie versehentlich auf einen Maskenball bei der Familie Capulet eingeladen, an dem sie auch maskiert teilnehmen. Dort erblickt Romeo zum ersten Mal Julia Capulet und verliebt sich unsterblich in sie. Auch Julia verfällt ihren Gefühlen für den jungen Mann. Doch sind sich beide durchaus der Gefahr ihrer noch frischen Liebe bewußt.

Nach dem Fest begibt sich Romeo nochmals geschützt durch die Dunkelheit der Nacht zu Julias Balkon. In dieser Nacht schwören sie sich ewige Liebe und lassen sich kurz darauf von Pater Lorenzo in aller Heimlichkeit trauen.

Doch das junge Glück währt nicht lange. Nur kurze Zeit später bricht Tybalt, ein Vetter Julias, einen erneuten Streit zwischen den Familien vom Zaun. Nach einem heftigen Wortwechsel eskaliert die Auseinandersetzung in einer Katastrophe. Tybalt ersticht Romeos Freund Mercutio, woraufhin Romeo Tybalt mit einem Dolch niederstreckt. Der Prinz von Verona läßt zwar noch einmal Gnade vor Recht ergehen, doch er verbannt Romeo aus der Stadt, der sich danach zunächst bei Pater Lorenzo versteckt halten wird. Aber vor seiner Flucht nach Mantua will er Julia noch ein einziges Mal sehen. Er schleicht sich zu ihren Gemächern, wo er die Nacht mit der Geliebten verbringt.

Doch Julias Eltern, nichts von der geheimen Vermählung wissend, wollen ihre Tochter mit dem Grafen Paris vermählen. Julia bittet verzweifelt Pater Lorenzo um Hilfe. Er gibt ihr einen Trunk, der sie in einen scheintotähnlichen Schlaf versetzen soll. Nach seinem Plan sollen die Eltern vom Tod der Tochter ausgehen und sie offiziell zu Grabe tragen. Der Plan ist gut durchdacht. Romeo soll rechtzeitig von dem geheimen Plan erfahren und seine Julia aus dem Grabe retten. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Julia trinkt das Gebräu des Paters und wird in der Gruft beigesetzt. Doch die Nachricht von diesem geschmiedeten Plan erreicht Romeo nicht. Er erfährt nur von dem vermeintlichen Tod Julias. In tiefster Verzweiflung beschafft er sich Gift, eilt nach Verona, wo er neben der Geliebten aus dem Leben scheidet, um ihr wenigstens in der Ewigkeit wieder nahe zu sein. Als Julia kurze Zeit später aus ihrem Schlaf erwacht und den toten Romeo neben sich erblickt, bereitet sie ihrem nun "nutzlos" gewordenen Leben in tiefster Verzweiflung ein endgültiges Ende, indem sie sich mit einem Dolch ersticht.

Inzwischen sind beide verfeindeten Eltern herbeigeeilt, und als sie aus dem Munde des Paters die tragischen Umstände erfahren, gelingt es den beiden Familien endlich ihre Fehde beizulegen - nach einem teuer bezahlten Preis, dem Tod beider innigst geliebten Kinder. Sie reichen sich zur Versöhnung die Hände.

Wenn Ihr jemals nach Verona kommen solltet, dann schaut Euch einmal Julias Balkon im Original an. Den gibt es nämlich tatsächlich. Eigentlich wirkt er sehr unscheinbar. Wenn daneben kein Schild wäre, daß dies Julias Balkon sein soll, so wäre es ein Balkon wie jeder andere in Verona. Vielleicht mit ein wenig mehr Blumen, aber ansonsten eben nur ein Balkon, d.h. fast... denn dieser hat vor allem eine literarisch belastete Vergangenheit - so viel Last, daß man sich fragt, wie er heute noch stehen kann.....

Klaus Hoffmann spielte in Shakespeares Drama den Romeo. Im Jahr 1974/75 wurde es in Berlin an der Freien Volksbühne aufgeführt. Er hat sich selbst einmal über diese Rolle in einem Interview geäußert. Meinte, daß er nicht so glücklich damit gewesen sei, den Romeo zu spielen. Daß ihm die Rolle eigentlich schon fast auf den Keks ging.

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